Warntag 2026: Auch in Hockenheim werden die Sirenen getestet
Am Donnerstag, 10. September 2026, findet der nächste bundesweite Warntag statt. Auch in Hockenheim werden an diesem Tag die Warnsysteme getestet. Um 11 Uhr soll die Probewarnung ausgelöst werden. Dabei kommen verschiedene Warnmittel zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem Cell Broadcast, Warn Apps, Radio und Fernsehen sowie die Sirenen im Stadtgebiet.
Die Entwarnung ist für 11.45 Uhr vorgesehen. Für die Hockenheimer Bevölkerung bedeutet das: Wenn am Vormittag die Sirenen zu hören sind oder eine Warnmeldung auf dem Handy erscheint, handelt es sich um einen angekündigten Test.
Fünf Sirenen stehen in Hockenheim bereit
In Hockenheim hat sich beim Sirenennetz in diesem Jahr einiges getan. Insgesamt stehen inzwischen fünf digitale Sirenen zur Verfügung.
Eine befindet sich am Feuerwehr Gerätehaus in der Ernst Wilhelm Sachs Straße, eine weitere an der Rudolf Harbig Halle in der Arndtstraße. Außerdem gibt es eine Sirene am Pumpwerk. Neu hinzugekommen sind im März 2026 zwei weitere Standorte auf dem Bauhofgelände und in der Eisenbahnstraße.
Damit soll das Stadtgebiet im Fall einer tatsächlichen Gefahrenlage besser über Sirenen erreicht werden können.
Das bedeutet der Sirenenalarm
Beim Warntag werden zwei unterschiedliche Signale getestet.
Um 11 Uhr ertönt ein auf und abschwellender Heulton. Das Signal dauert eine Minute. Im Ernstfall weist dieser Ton auf eine akute Gefahr hin. Dann sollten geschlossene Räume aufgesucht, Fenster und Türen geschlossen und weitere Informationen über Radio oder Internet eingeholt werden.
Um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Dafür ist ein eine Minute langer, gleichbleibender Dauerton vorgesehen. Er bedeutet im Ernstfall, dass die Gefahr vorüber ist.
Nicht zu verwechseln ist das Signal mit dem klassischen Feueralarm. Dieser besteht aus einem eine Minute langen Dauerton mit zweimaliger Unterbrechung und wird beim Warntag nicht als Warnsignal für die Bevölkerung eingesetzt.
Warnung kommt auch aufs Handy
Die Sirenen sind nur ein Teil des bundesweiten Warntags. Die Probewarnung wird um 11 Uhr über das Modulare Warnsystem, kurz MoWaS, ausgelöst.
Darüber können verschiedene Warnkanäle angesteuert werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei Cell Broadcast. Damit können Warnmeldungen direkt an geeignete Mobiltelefone geschickt werden. Eine zusätzliche App ist dafür nicht notwendig.
Auch Warn Apps wie NINA, KATWARN und BIWAPP können die Probewarnung verbreiten. Hinzu kommen Warnungen über Radio und Fernsehen sowie digitale Informationstafeln.
Der Warntag soll damit nicht nur zeigen, ob die einzelnen Systeme funktionieren. Getestet wird auch, ob Warnungen möglichst viele Menschen auf unterschiedlichen Wegen erreichen.
Sirenen werden vor Ort ausgelöst
Bei der bundesweiten Probewarnung gibt es einen Unterschied zwischen den digitalen Warnkanälen und den kommunalen Warnmitteln.
Die zentrale Probewarnung wird durch die Nationale Warnzentrale über MoWaS angestoßen. Die örtlichen Sirenen werden dagegen nicht automatisch ausgelöst. Im Rhein Neckar Kreis erfolgt die Auslösung der Sirenen dezentral über die Integrierte Leitstelle Heidelberg/Rhein Neckar Kreis.
Für Hockenheim bedeutet das, dass auch die fünf vorhandenen Sirenen Bestandteil des Tests sein können.
Warum findet der Warntag statt?
Der bundesweite Warntag dient vor allem dazu, die vorhandene Warninfrastruktur zu überprüfen. Wenn es technische Probleme gibt oder ein Warnweg nicht zuverlässig funktioniert, können diese im Anschluss ausgewertet werden.
Gleichzeitig soll die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnmöglichkeiten vertraut gemacht werden. Im Ernstfall kann eine schnelle Information entscheidend sein. Mögliche Gefahrenlagen reichen dabei von größeren Bränden über Unwetter bis hin zu einer Verunreinigung des Trinkwassers.
Der Warntag ist deshalb auch eine Gelegenheit, sich selbst damit zu beschäftigen, wie Warnungen auf dem eigenen Smartphone ankommen und welche Warnwege in Hockenheim zur Verfügung stehen.
Hockenheimer können Rückmeldung geben
Auch die Bevölkerung kann sich an der Auswertung des Warntags beteiligen. Ab dem 10. September um 11 Uhr ist eine anonyme Umfrage möglich. Dabei können Bürgerinnen und Bürger angeben, ob sie die Probewarnung erhalten haben und über welchen Warnkanal sie erreicht wurden.
Die Umfrage läuft bis zum 17. September 2026.
Für Hockenheim ist der diesjährige Warntag damit auch ein erster großer Test für das inzwischen auf fünf Sirenen ausgebaute Warnsystem. Am 10. September wird sich zeigen, wie die verschiedenen Warnwege im Stadtgebiet tatsächlich wahrgenommen werden.
